Mobiles Training

Warum Mobiles Training?

Mobiles Training bedeutet ortsungebundenes Training – zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen oder einfach draußen. Der Hauptvorteil liegt hier natürlich auf der maximalen Flexibilität und Zeitersparnis durch fehlende Anfahrten in ein Fitnessstudio. Mobiles Training kann einen guten und ausreichenden Trainingsreiz für Einsteiger bewirken. Für Fortgeschrittene gibt es Einschränkungen, auf die ich weiter unten eingehe. Auch ist Mobiles Training sehr gut geeignet um Grundkraft, Stabilität und Koordination aufzubauen – also, was man unter allgemeiner Fitness versteht. Damit eignet sich Mobiles Training insbesondere für Trainingseinsteiger und weniger leistungsorientierte Trainierende, für die es vor allem darum geht allgemein Fit zu sein und Schwächen am Bewegungsapparat vorzubeugen.

Personal Trainer Köln » Manuel Nelles | Fitnesstrainer und Coach Mobiles Training

Wie funktioniert mobiles Training?

Mobiles Training kann mit dem eigenen Körpergewicht oder auch mit Hilfsmitteln praktiziert werden. Das Training mit dem eigenen Körpergewicht wird auch als Calisthenics bezeichnet und eignet sich insbesondere zur Stabilisation des Rumpfes (Core). Um den Rücken adäquat trainieren zu können, braucht man allerdings in jedem Fall Hilfsmittel, wie beispielsweise Therabänder, Gummizüge, Slingtrainer oder mobile Hanteln. Wer will, dass Beintraining effektiv ist, kommt ebenfalls nicht um zusätzliche Widerstände herum. Die Beine sind die stärkste Muskelgruppe (und der Rückenstrecker) und Übungen mit Körpergewicht reichen nicht aus um einen Anreiz für Muskelwachstum zu setzen.

Welche Einschränkungen hat Mobiles Training?

Wie man vielleicht weiter oben schon erahnen kann, hat Mobiles Training gewisse Einschränkungen. Wenn man sich in den gängigen Medien informiert (Youtube, diverse Blogs etc.) könnte man den Eindruck bekommen, dass Mobiles Training ausreicht um einen beeindruckenden Körper aufzubauen. Das ist schlichtweg falsch. Dieser Eindruck wird gerne vermittelt, weil sich Mobiles Training einfach gut vermarkten lässt („bequem und flexibel von zu Hause trainieren“).
Eine Haupteinschränkung ist für mich der schlechte Motivationsfaktor, wenn man komplett alleine trainiert. Auch wenn sich manche Trainingsanfänger zu Beginn überwinden müssen in einem Fitnessstudio zu trainieren, entsteht dort nach einer Weile eine gewisse Motivationsdynamik. Der soziale Vergleich mit anderen Trainierenden führt in der Regel dazu, dass nach einer Weile der Ehrgeiz aktiviert wird. Meiner Meinung nach ist das sogar einer der Hauptfaktoren, weshalb Menschen sich immer wieder motivieren können an ihrem Körper zu arbeiten.
Eine weitere, wichtige Limitierung ist die eingeschränkte Möglichkeit der Gewichtsprogression bei Übungen. Ein absolut unabdingbares Prinzip für Fortschritt im Krafttraining ist die kontinuierliche, progressive Erhöhung der Trainingsgewichte. Dies ist bei Mobilem Training nur eingeschränkt möglich. Körpergewichtsübungen bieten nur grobe Variationen des Widerstandes, bspw. unterschiedliche Ausführungen von Liegestützen (mit den Knien auf dem Boden, Knie in der Luft, einhändig etc). Für eine gute Kraftprogression muss man aber den Widerstand genau dosieren können.
Zuletzt eignen sich manche Körperpartien besser für Mobiles Training als andere. Wie erwähnt, lässt sich die gesamte Rückenmuskulatur allein mit Körpergewichtsübungen kaum ausreichend trainieren. Hier muss man definitiv Hilfsmittel einsetzen (Gummibänder etc.). Ich hatte auch schon erwähnt, dass es sehr schwierig ist die starke Beinmuskulatur einen ausreichenden Hypertrophiereiz (Muskelwachstum) zu setzen.